Machen wir eine generationengerechte Altersvorsorge möglich:

Die Schweiz will weiter.

Machen wir eine generationengerechte Altersvorsorge möglich.

Unsere Sozialwerke sind ein wichtiger Teil unseres Erfolgsmodells. Doch sie kommen immer mehr unter Druck. Generationengerecht handeln heisst sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen auf ein funktionierendes Drei-Säulen-System bei der Altersvorsorge vertrauen können. Machen wir nachhaltige strukturelle Reformen möglich: Denn nur langfristig schuldenfreie Sozialwerke bieten den Menschen die nötige Sicherheit.

Gelebte Solidarität hält unsere Gesellschaft zusammen und ist unbezahlbar. Doch je länger wir eine strukturelle Reform unseres Rentensystems verzögern, desto grösser wird die finanzielle Belastung für Junge und kommende Generationen. Im Gegensatz zur Linken lehnen wir eine Reform auf dem Buckel der Jungen ab. Die Nachhaltigkeit der Renten ist nur gesichert, wenn es gelingt, das System an die sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen.

Flexibles Rentenalter statt Altersguillotine

Die Zeit des starren Rentenalters («Altersguillotine») ist vorbei. Die Gesellschaft wandelt sich und möchte flexibler, aber auch länger beruflich aktiv sein. Daher wollen wir Anreize schaffen, die eine Beschäftigung über das Referenzrentenalter hinaus fördern. Die Arbeitgeber müssen den Arbeitnehmenden ermöglichen, länger im Erwerbsleben zu bleiben.

Rentenalter 65/65

Die AHV muss reformiert werden. Die FDP bietet Hand für einen moderaten Anstieg der Einnahmen über die Mehrwertsteuer. Entscheidend ist aber, dass auch bei den Ausgaben angesetzt wird: Seit der Gründung der AHV leben wir in der Schweiz durchschnittlich 16 Jahre länger, das Rentenalter wurde dieser Entwicklung aber nicht angepasst. Daher muss im Rahmen der AHV21-Vorlage das Rentenalter für Frauen und Männer auf 65 Jahre angeglichen werden, mit angemessenen Kompensationen für Direktbetroffene in der Übergangsphase. Letztlich ist das Rentenalter entweder an die finanzielle Lage der Altersvorsorge oder an die Lebenserwartung zu koppeln und eine AHV-Schuldenbremse ist einzuführen.

Entpolitisierung im BVG

Die zweite Säule bietet individuelle Sicherheit und das Kapital gehört den Arbeitnehmenden. Um die zukünftigen Renten sicherzustellen und eine ungerechte Umverteilung von Aktiven zu Rentnern zu vermeiden, darf sich die Politik nicht mehr in die mathematischen Parameter einmischen. Nur die Entwicklung der Lebenserwartung und der Kapitalrendite dürfen entscheidend sein. Bis dahin muss der BVG-Umwandlungssatz an die demographische Realität angepasst (begleitet von Kompensationen) werden.

Ältere Arbeitnehmer nicht mehr benachteiligen
Heute haben ältere Arbeitnehmer einen Nachteil auf dem Arbeitsmarkt, weil für sie im heutigen System höhere Beiträge ausgerichtet werden müssen. Die FDP fordert deshalb, die Beitragssätze auszugleichen. Das gibt den Niedrigverdienern und Teilzeitbeschäftigten – darunter viele Frauen - die Möglichkeit, ein eigenes Kapital aufzubauen.

Individuelle Altersvorsorge stärken

Eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer kann es sich leisten, ein eigenes Alterskapital aufzubauen und so auch im Ruhestand unabhängig zu bleiben. Die FDP will deshalb bei der Altersvorsorge mehr Anreize für selbstständiges Sparen setzen: Der einzahlbare Maximalbetrag für die 3. Säule muss erhöht werden. Es braucht aktivere Kommunikation über die Wichtigkeit der dritten Säule. Es muss möglich gemacht werden, dass fehlende Zahlungen rückwirkend nachgeholt werden können.