Das beste Bildungssystem der Welt

Für FDP.Die Liberalen sind Bildung, Forschung und Innovation zentral und eng miteinander verbun­dene Themen. Der Erfolg der Schweiz beruht massgeblich auf einem dem Arbeitsmarkt ange­pass­ten und hervorragenden Bildungssystem. Die Innovation ist ein bedeutender Wirtschafts­mo­tor für unser Land. Die FDP setzt sich ein für hervorragende Rahmen- und Förderbedingungen für un­sere Bildungs- und Innovationssysteme sowie den Technologietransfer und die Entstehung von in­novativen Unternehmen.

1.     Externe Herausforderungen

  • Aufrechterhalten der Personenfreizügigkeit
  • Gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung von beruflicher und akademischer Ausbildung
  • Konkurrenz aus anderen Ländern bei Lehre und in der Forschung
  • Verakademisierung vieler Berufe, welche zu einem Fachkräftemangel führt
  • Wahrung der Unabhängigkeit von Lehre und Forschung im akademischen Bereich und Sicherung von ausreichenden finanziellen Mitteln, unter anderem durch die Unterstützung von Privaten
  • Förderung der MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und der Aus­bil­dung in Landessprachen, um den Anforderungen des Arbeitsmarkts gerecht zu werden
  • Erhalt des Forschungsplatzes Schweiz, unter anderem dank steuerlichen Anreizen
  • Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung eines leistungsstarken und kreativen Innovationssystems durch die Schaffung bester Rahmenbedingungen für die Forschung und Unternehmensgründung

2.     Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt

Freiheit: Jede Person muss frei über die Art ihrer Ausbildung, den Lehrgang und die Organisation ihrer Stu­dien entscheiden können. Die Chancengleichheit ist im Bildungswesen zentral und ermöglicht den sozialen Aufstieg. Die Verknüpfung von Wirtschaft und Gesellschaft ist für die Innovation entscheidend. Vorurteile gegenüber der Berufsbildung müssen abgebaut und die Wertschätzung dieses Bildungszweiges muss verbessert werden. Die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen muss verbessert werden. Die Unabhängigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen muss gegenüber Politik und Behörden ge­wahrt werden. Die Zusammenarbeit und Synergien zwischen Forschungseinrichtungen und der Pri­vat­wirt­schaft ermöglichen den Erfolg unserer Unternehmen und den Wohlstand der gesamten Gesellschaft. Hinzu kommt, dass unser Bildungssystem dank der Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung für alle Karrierewege offen ist.

Gemeinsinn: Die Bildungslandschaft der Schweiz zeichnet sich durch ein hohes Niveau öffentlicher Schulen sowie Chancengleichheit aus, welche (unter anderem Dank Stipendien) die soziale Mobilität ermöglichen. Das duale Bildungssystem sorgt für tie­fe Arbeitslosenzahlen und eine fundierte Ausbildung für jeden, der Einsatz zeigt. Heute ist die Schweiz in einem ständigen Wettbewerb auf internationaler Ebene. Die Rahmenbedingungen für Bildung und Innovation müssen verbessert werden; nur so kann die Zukunft gesichert werden.

Fortschritt: Die Innovation ist der eigentliche Schlüssel des helvetischen Erfolgs. Grundlagen dafür sind die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie hervorragend aus­ge­bildete Fachkräfte auf allen Stufen. Die Bildung muss ihr hohes Niveau halten können. Die Harmonisierung der Lehrpläne muss weiter verbessert werden. Ebenso muss die Ausbildung in den MINT-Bereichen gefördert werden, unter anderem indem auch Frauen für technische und wissenschaftliche Bereiche sensibilisiert werden. Schliesslich muss der Austausch zwischen der akademischen und der wirtschaftlichen Welt gestärkt werden, um den Technologietransfer und die Entstehung von innovativen Unternehmen zu begüns­ti­gen.  Insbesondere dank der Fachkräfte, die über einen Abschluss in der höheren Berufsbildung verfügen und damit eng mit der Praxis verknüpft sind, kommen zahlreiche Innovationen zustande.

Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell: Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz in den Bereichen Bil­dung, Forschung, Entwicklung und Innovation zu den Besten. Dies zeigt sich unmittelbar an der rekordtiefen (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Das Schweizer Erfolgsmodell zeichnet sich insbesondere durch die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden und durch ein hervorragendes Niveau aus.  Zwei Drittel der Schulabsolventen machen eine Berufslehre und 70 % dieser Jugendlichen werden von KMU ausgebildet. Die Berufsprofile gelten in der ganzen Schweiz und das Ausbildungsengagement der Betriebe wird durch die ausbildungs- und prüfungsverantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt (OdA) sichergestellt.

Aber das Schweizer Modell ist in Gefahr: Die internationale Konkurrenz im Bildungsbereich (insbe­sondere auf tertiärer Stufe) sowie in der Forschung und Entwicklung wird immer stärker. Die Verakademisierung der Titel in der höheren Berufsbildung ist ebenfalls eine Gefahr: Die stetige Erhöhung der für eine Anstellung notwendigen Diplome bestraft die Berufsausbildung.

3.     Unsere Forderungen

Bildung:

  • Erhalt und Weiterentwicklung der hervorragenden Schweizer Bildungsystems, sowohl auf Hochschulebene als auch bei der Berufsbildung
  • Bekämpfung der überflüssigen Verakademisierung
  • Förderung der MINT-Bereiche bei Jugendlichen und Frauen
  • Unterstützung der Grund- und Weiterbildung, namentlich durch steuerliche Abzüge
  • Harmonisierung der Lehrpläne auf Schweizer Ebene (HarmoS-Konkordat)
  • Langfristige Lösung für den Austausch von Studierenden und Forschern Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021, eigenständige Programme
  • Berufliche und akademische Bildung sind als gleichwertige Karrierewege zu behandeln. Der Einfluss der OdA in der Berufsbildung muss erhalten und gestärkt werden.

Innovation:

  • Erhalt und Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Begünstigung von Innovation und Un­ter­neh­mertum, namentlich durch Steuererleichterungen für Investitionen.
  • Sicherung von Freiheit und Unabhängigkeit in der Forschung.
  • Aufwertung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
  • Besser koordinierte Zusammenarbeit zwischen KTI und SNF und Optimierung des Technologietransfers.
  • Konsolidierung des wirtschaftsnahen Schweizer Innovationsparks und die Attraktivität des Landes für Talente stärken.
  • Verbesserung der Anreizsysteme (namentlich im Steuerbereich), um die Forschung zu fördern.
  • Schaffung eines aus privaten Geldern gespiesenen Innovationsfonds.
  • Aktive und erfolgreiche Teilnahme bei Horizon 2020 und dem Nachfolgeprogramm Horizon Europe (2021-2027).
  • Vorteilhafter Studentenaustausch mittels Übergangslösung für Erasmus+, Ziel einer Vollteilnahme beim Nachfolgeprogramm von Erasmus+.
  • Stärkung der höheren Berufsbildung als starker Motor der betrieblichen Innovationen.

4.            Erfolge der FDP.Die Liberalen

  • Starke Volksschule, die allen gleiche Startchancen bietet
  • Tiefe Jugendarbeitslosigkeit dank praxisorientierter Berufsbildung
  • Weltweit führende Hochschulen und Forschungsinstitute
  • Stabile Finanzierung für Bildung, Forschung und Innovation
  • Steuerabzug für Aus- und Weiterbildungskosten
  • Eine aktive Unterstützung der Fachkräfteinitiative durch Förderung der MINT-Bereiche
  • Angleichung der Schulsysteme, gemeinsame Bildungsziele und Leistungsstandards
  • Die Aufwertung des Erlernens von Landessprachen, um den nationalen Zusammenhalt zu stärken
  • Über­gangslösung für den Anschluss an EU-Forschungsprogramm Horizon 2020